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Otto Rehhagel ist wieder zurück. Als gebürtiger Bremer und bekennender Fan der Grün-Weißen hat diese Nachricht bei mir gemischte Gefühle ausgelöst. Zum einen ist es natürlich schön, dass König Otto sein Zepter wieder schwingt. Aber musste es unbedingt Hertha BSC sein?

Naja, positiv ist, dass der Klassenerhalt für ihn mit Sicherheit gelingen sollte und er sich auf keine “fast unlösbare Aufgabe” eingelassen hat.

Freuen dürfen wir uns aber alle auf die markigen Sprüche und Ansichten  – mit Sicherheit hat Otto diesbezüglich nichts verlernt.

Kostproben aus der Gegenwart und Vergangenheit:

Das Trikot von Lionel Messi war bei den Profis von Bayer Leverkusen so begehrt, dass es innerhalb der Mannschaft zwischen Michal Kadlec und Manuel Friedrich sogar zu Unstimmigkeiten kam. Überhaupt gaben die meisten Bayer-Spieler wegen der Bewunderung für Barca eher eine peinliche Figur ab.

Sicherlich ist Barcelona momentan die beste Mannschaft der Welt. Aber in einem Achtelfinale der Champions League spielen nunmal die besten 16 Vereine Europas gegeneinader. Und Bayer Leverkusen ist ein Verein in diesem Kreis.

Durch die Lob-Paraden wirkte es aber eher so, als ob Bayer ein zweifaches Showtraining mit Barca gewonnen hat und dieses Glück kaum fassen kann.

Da ist es nur folgerichtig, dass Rudi Völler die besten Messi-Trikots zurückfordert und diese versteigern möchte. Da wurde aus dem großen Erfolg und der Ankündigung, dass das Trikot in die Vitrine kommt, wohl nichts. Pech gehabt!

Mehr zu Völlers Forderung bei kicker online

Sensationelle Tore #5

Arjen Robben macht bei FC Bayern momentan eine schwere Zeit durch. Er hat seinen Status als entscheidender Spieler verloren und muss häufig auf der Bank Platz nehmen.

Wie wertvoll Robben für die Bayern war, zeigt das sensationelle Tor in Manchester, dass den Bayern zum Weiterkommen verholfen hat.

Vielleicht sollte sich der Niederländer dies ein paarmal anschauen – als Motivation.

Der gefallene Star

Jan Ullrich hat gedopt. Am heutigen Donnerstag hat der Oberste Sportgerichtshof Cas geurteilt, dass er schuldig ist. Ullrich darf damit als Dopingsünder bezeichnet werden. Sein dritter Platz bei der Tour de France 2005 wurde ihm damit aberkannt. Seine Verwicklung in die Doping-Affäre um den spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes ist laut Cas bewiesen.

Damit endet eine lange Phase der Ungewissheit, die für viele Experten eigentlich kein Geheimnis mehr war. Ullrich betonte lange, er habe weder betrogen noch gedopt. Das sieht jetzt auch offiziell anders aus. Damit ist das “Denkmal Ullrich” endgültig zusammengebrochen.

Jan Ullrich war 1997 der große Held in Deutschland und wurde weltweit als größtes Radsport-Talent gefeiert. Schon ein Jahr zuvor “schenkte” er seinem Chef Bjarne Riis den Sieg. Ullrich überzeugte und fuhr alle in Grund und Boden. Seine Leistungen wurden nicht hinterfragt, auch wenn dies aus heutiger Sicht nicht ohne Zweifel zu beurteilen ist.

Aber neben echten Stars wie Boris Becker und Michael Schumacher gehörte Jan Ullrich zum damaligen Zeitpunkt zu den großen Sportbotschaftern des Landes und wurde entsprechend vermarktet.

Zeitsprung: Im Frühjahr 2002 erhielt das Legendenbild des Jan Ullrich erste Risse. Unter Alkoholeinfluss verursachte er einen Unfall. Wenig später wurde er positiv auf Amphetaminegetestet und sechs Monate gesperrt. Ullrich konnte sich den Vorfall nicht erklären, wechselte das Team und kam mit Bianchi sensationell zurück. Er wurde hinter Armstrong Zweiter bei der Tour.

In den folgenden Jahren machte der gesamte Radsport mehr Schlagzeilen durch Dopinggeständnisse und Affären, als durch sportliche Erfolge. Der Sport an sich wurde tief erschüttert.

Aber warum?

Die Tatsache, dass die Tour immer spektakulärer und schwerer sein musste, spielte sicherlich eine Rolle. Die Tour ist ohne Doping nicht so zu meistern, wie das viele Zuschauer am Fernseher gerne sehen wollen. Die Sportler haben sich wie bei einer Kettenreaktion immer dem aktuellen Trend angepasst, um weiter mithalten zu können.

Es hätte aber auch anders laufen können, auch wenn dies sicherlich ein romantischer Gedanke ist. Die Fahrer hätten streiken und die Tour als “Wahnsinn” für Körper und Geist bezeichnen müssen. Über die Solidarität hätte jeder, bei allen finanziellen Verlusten, sicherlich eins gewonnen: Gesundheit.

Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen endlich aufwachen und die Belastungen anpassen. Denn solange dies nicht der Fall ist, wird weiter gedopt (siehe Contador). Die Glaubwürdigkeit des Radsports kann, wenn überhaupt, nur durch massive Veränderungen zurückerkämpft werden.

Der Super Bowl ist in diesem Jahr wieder den eigenen Ansprüchen gerecht geworden. Die New York Giants haben mit Eli Manning gegen die ebenfalls sehr starken New England Patriots ein wahres Football-Fest abgeliefert. So gut und spannend die Partie war, so schwach war der Auftritt des übertragenden Senders Sat. 1. Mit Frank Buschmann hatten sie einen Kommentator verpflichtet, der sich zwar im Vorfeld “wie ein Schnitzel” freute, während des Spiels aber jeden Sachverstand vermissen ließ.

Da wollte sich wohl jemand den teuren Eintrittspreis sparen und einfach mal dabei sein. Viel besser lief es auch mit Jan Stecker nicht. Der war zwar mal Football-Spieler in Deutschland und auch beim DSF, konnte dem Tempo aber auch nicht immer folgen und lag manchmal mit seinen Spielzug-Prognosen gründlich daneben oder einfach zu spät. Zudem erlaubten sich die Kommentatoren einen bösen Aussetzer, als sie von Sebastian Vollmer “als reinrassigem Deutschen” sprachen.

Noch schlimmer waren aber die gefühlten 3 Millionen Werbeunterbrechungen. Diese nerven an sich schon, da es immer die gleichen Blöcke waren. Dass durch die Werbung aber der Anfang des Spiels und noch schlimmer sogar ein Touchdown verpasst wurde, ist eine Unverschämtheit.

Viele Fans reagierten umgehend und beschwerten sich via facebook bei Sat. 1. Der Sender ließ zwar eine Entschuldigung folgen, die vielen aber zu halbherzig war.

Es bliebt unter dem Strich ein super Spiel, für das sich die lange Nacht ausschließlich gelohnt hätte, wenn nicht ein so schwacher Sender dieses Highlight übertragen hätte.

Ein Beispiel, wie es besser geht:

Raul vom FC Schalke 04 ist nicht nur ein Weltstar und eine lebende Legende für alle Fans von Real Madrid. Er schießt auch wunderbare Tore. Erst kürzlich hat er das Tor des Jahres 2011 in Deutschland erzielt. Der Lupfer war auch wirklich sehenswert:

Der Super Bowl steht mal wieder an. Ganz Amerika steht Kopf. Es ist unglaublich, welche Superlative gebraucht werden. Rund ein Drittel der USA werden vor dem Bildschirm sitzen, ein Werbespot kostet mehrere Millionen Dollar, Flugzeuge fliegen über das Stadion und Madonna tritt in der Halbzeit auf.

Das ist der Super Bowl:

Es gibt immer wieder Szenen im Sport, die für Ver- und Bewunderung sorgen.

So mit Sicherheit auch dieser Ballwechsel bei einem Volleyball-Match in China. Unfassbar.

Evertons Tim Howard hat im Spiel gegen Bolton ein unglaubliches Tor geschossen. Ein Abstoß wurde immer länger und senkte sich am Ende über den überraschten Adam Bogdan ins gegnerische Tor.

Howard zeigte nach diesem großen Moment allerdings Größe und freute sich keinesfalls über den Kunststoß. Er habe an den Kollegen gedacht und sich deshalb nicht gut gefühlt.

Dieses Verhalten verdient den größten Respekt. Bogdan wird das Gegentor zudem am Ende verschmerzen, da seine Mannschaft noch mit 2:1 gewonnen hat.

Auf ein neues Jahr

Das neue Jahr steht kurz bevor. 2012 – bei manchen löst dieses Datum Angstzustände vor dem Ende der Welt aus.
Andere hoffen vor allem auf ein bisschen mehr Ruhe und weniger Katastrophen und Gewalt.

Auch sportlich steht ein spannendes Jahr an.

Vor allem stehen natürlich die Großereignisse der Fußball-Europameisterschaft und der olympischen Spiele im Fokus.

Bei der EM hat die deutsche Mannschaft beste Aussichten, den Titel zu gewinnen.

Auch in der Bundesliga wird es wieder spannend. Wird der FC Bayern Meister, gar Champions League-Sieger?

Viele Fragen sind offen – die Antworten werden gegeben.

Und am 1.1.2013 sind hoffentlich auch die letzten Katastrophen-Befürchter wieder ruhiger.

Einen guten Rutsch wünsche ich Euch!!!

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